Das Pferchstellen

Wird ein Kind in den Faschingstagen geboren, so zieht ein „Schäfer“ mit einem Pferch vor das Haus der Wöchnerin.

Aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist überliefert: Eine alte Sitte soll das „Pferchstellen“ sein. Wird in den Faschingstagen ein Kind geboren, so zieht ein „Schäfer“ mit einem Pferch auf einem Wagen vor das Haus der Wöchnerin. Der Pferch wird vor dem Haus aufgeschlagen, in ihm tummeln sich maskierte Kinder, die das Blöken der Schafe nachahmen. Das Geblöke soll den Vater des Neugeborenen herbeirufen, damit er eine Erlösung – etwa durch ein Fass Bier – leistet. Tut er das, wird der Pferch wieder abgebaut. Tut er es nicht, dann bleibt der Pferch stehen, bis er ihn selbst wegräumt.