Der Faschingsdienstag

Die Kinder werden mit einem "Weck" beschenkt

Der Faschingsdienstag steht im Rhönstädtchen ganz im Zeichen der kleinen Narren. Am Vormittag versammeln sich die „Böschemer“ mit der Maumerkapelle am Marktplatz, wo einige fleißige Helfer bereits alles vorbereitet haben um den „Fosenochtsweck“ an die  närrische Kinderschar zu verteilen. Schon in den dreißiger Jahren war es in Bischofsheim üblich, die Schulkinder an diesem Tag mit einem „Weck“ zu beschenken. In der damals noch bescheideneren Zeit war das noch etwas besonderes, noch mehr nach dem letzten Krieg, als es noch Lebensmittelmarken gab. Im Jahr 1946 besann man sich wieder auf diese alte gute Sitte und erbettelte „Beutemehl“ aus dem Militärlager Wildflecken, welches man an die Bäcker verteilte und diese wiederum backten für die Schulkinder aus dunklem Mehl den altherkömmlichen „Fosenochtsweck“, auf den sich alle freuten. Mit steigendem Wohlstand übernahm die Stadt Bischofsheim die „Brotzeitkosten“. Der Weck wurde mit einer heißen Wurst aufgebessert.

Anfang der 1950er Jahre kamen die Würste zum "Fosenochtsweck". Das Foto entstand im Jahr 1951 am Marktplatz in Bischofsheim.

Anfang der 1950er Jahre kamen die Würste zum "Fosenochtsweck". Das Foto entstand im Jahr 1951 am Marktplatz in Bischofsheim.

Wurscht & Weck am Marktplatz im Jahr 1977. Damals wie heute tummeln sich die Kinder um den Wurstkessel.

Wurscht und Weck am Marktplatz im Jahr 1977. Damals wie heute tummeln sich die Kinder um den holzgefeuerten Kessel und freuen sich auf ihre "Sied'wurscht".