4. Böschemer Altweiberfasching

Woanders begeistern Tenöre, meist drei an der Zahl. In Böscheme taten dies die drei Bässe! Prächtig in der Erscheinung,  mächtig im Klang und imposant im Auftritt dominierten sie das Erscheinungsbild der Maumerkapelle beim letzten Altweiberfasching der Session. Ganze 15 Musikanten führten den Nachtumzug an, der wie immer mit den Klängen von „Lustig ist das Zigeunerleben“ an der Fastnachtsgasse am unteren Endes des Marktplatzes begann.

Fosenocht ohne Altersgrenze

Der Altersunterschied von der jüngsten Musikantin, der Querflötendompteuse Lisa, bis zum ältesten, dem Klarinettenakrobaten Heinz, beträgt ganze 40 Jahre, ein Zeichen dafür, dass die Böschemer Fosenocht alle Generationen verbindet.

15 war wohl die markante Zahl des Abends. Ganze 15 Krankenschwestern und Pfleger aus Schweinfurt hatten sich ins Rhöner Fosenochtstreiben gestürzt. Seit 15 Jahren kommen sie bereits alljährlich hierher, logieren im Hotel Adler in der Stadt und genießen den Abend. Sie betonten, dass die jüngeren Kolleginnen den Betrieb im Krankenhaus „Leo“ aufrecht erhielten und dafür am Wochenende frei haben, wenn die Altweiberfaschingsfeiernden wieder zum Dienst gehen werden. „Wir freuen uns jetzt schon auf das gute Frühstück im Hotel“ strahlten sie, und „nächstes Jahr kommen wir garantiert wieder“!

Alles möglich!

Auf ihr Gruppenfoto wollten die Außerirdischen und Astronauten auch dieses Mal nicht verzichten und marschierten gleich vom „Max“ aus zu ihrer Selfiehalterung nebenan. Die Maumermusikanten sind immer für eine Gaudi zu haben, drehten den Spieß um und zogen im Fahrwasser der Maskierten hinterher. Und, wer hätte es gedacht, es passten doch wirklich alle zusammen in den kleinen Automatenraum, samt großer Trommel, Tuben und Posaunen! Für den typischen Werbejingle der Sparkasse hatten sie auch noch etwas Luft und nach einem freundlichen Gruß in Richtung Überwachungskamera zogen sie wieder aus und machten Platz fürs Selfie.

Für alle hungrigen Fosenöchter hielten Dogan und Thea im Kreuzberggrill die Stellung. Der Dönergrill stand zwar still, aber der Pizzaofen glühte bis tief in die Nacht hinein und versorgte die Feiernden vom Maumereck bis zur Rhönlust mit fester Nahrung.

Zwischen all den Maskierten tauchte im Dunkel der Innenstadt immer wieder einmal Banksy auf, sein Mädchen mit dem Luftballon hatte er gleich mitgebracht. Jetzt hoffen die Bischofsheimer darauf, um eine Attraktion reicher zu werden, die ersten suchten bereits in den dunkelsten Ecken fieberhaft nach Banksys neuestem Werk.


Barbara Enders