Eins – zwei – drei – neu dabei!

Bunt Maskierte in Pantoffeln

Der erste Böschemer Altweiberfasching der Session lockte, entgegen aller Erwartungen, unzählige Narren hinter dem Ofen hervor, wo sie sich in einer Art Schockstarre verschanzt hatten! Dieses Mal gaben sich die Maumer recht streng, geht man sonst mit einem beliebigen Kostüm seiner Wahl aus dem Hause, gab es zum allerersten Mal auch in Bischofsheim eine Vorgabe für die Maske, quasi eine Motto-Fosenocht. 

Aber nicht Stoff-, OP- oder FFP-Maske, nein, Cowboy und Indianer – und sonst nix! Man (Maumer) muss ja schließlich ordentlich aussehen, beim nächtlichen Event. Vor allem, wenn die Kinder das erste Mal mit Mama und Papa im Altweiberfasching unterwegs sind! Denn das war das zweite Novum des Böschemer Altweiberfaschings: Kinder, minderjährige noch dazu!

Der Maumermusikant Georg Seiffert kam passenderweise als Häuptling daher und postete zu späterer Stunde, „schö´ wars“!

Die dritte Neuerung dieses ersten Abends war die Kontrolle. Alle Fosenöchter waren aufgerufen, ihre Maskierung samt Ambiente im heimischen Wohnzimmer im Bild festzuhalten, denn dieser schöne Fastnachtsabend fand ausschließlich in den eigenen vier Wänden statt, coronakomform halt, wie alles in dieser Zeit. Deshalb feierten auch die Kinder mit. Nicht nur wegen der nächtlichen Ausgangsbeschränkung verlegten viele Narren ihren Altweiberfasching in die früheren Abendstunden, sondern auch der Kinder wegen, die beizeiten ins Bett mussten.

Videobeweis

Fosenochtsmusikant Stefan Fries begann mit dem Haus-Umzug um 19 Uhr. An jeder Station spielte er ein Ständchen, Weitergezogen wurde erst, als das Freibier für die Musik ausgetrunken war. Seine Frau und Tochter folgten als Maskierte. Kurz vor 21 Uhr spielte er sein letztes Lied. „Jetzt haben wir quasi 10 Uhr, jetzt sind wir beim Chinesen und spielen ‚Sag´ Dankeschön mit roten Rosen‘“, beginnt er sein musikalisches Ständchen, das seine Frau im Video festgehalten hat. 

Cow und Girl umschreibt Maumermusikant Stafan Fries dieses Bild, das ihn mit seiner Tochter zeigt. Sie und ihre Mutter begleiteten Stefan auf dem Altweiberfaschingszug durch die Wohnung.

Nicht nur dieses Video sondern auch die Fotos anderer Feiernder landeten über die Sozialen Medien beim Bischofsheimer Fastnachtsverein, den Maumern. Da zeigte sich die ganze Familie als Cowboy und Indianer samt schicker Dame aus dem Saloon, ein Cowgirl postet gar ein Bild mit Mundschutz und zwei Freunde stießen per Fotokollage an.

Der Böschemer Häuptling (Georg Seiffert) war natürlich auch dabei und schrieb kurz vor 23 Uhr in seinen Whatsapp-Status „Beim erste (Altweiberfasching) geh´ ich meistens ehr hemm, schö wars“!

Die Vorstandschaft hatte dieser Tage in einer Videokonferenz Aktionen für die Böschemer Fosenocht Halex-21 besprochen, der 1. Altweiberfasching machte den Auftakt. 

So tauschen dieses Jahr die Fosenöchter ihre virtuellen Halexrufe über Facebook, Instagramm und Whatsapp aus. Sandra Hellmuth, eine der Vorsitzenden der Böschemer Maumer, berichtetet von einem äußerst lustigen Abend in regem Austausch über Handy und Computer mit ihren Vorstandskollegen. 

Familienpower! Dieses Jahr können sogar die Kinder teilnehmen und dass sie viel Freude an der Fosenocht haben, kann man auf diesem Bild der Familie Mai unschwer erkennen.

Losglück bei Halex-21

Mit diesem Event hat der Verein auf jeden Fall einen Treffer gelandet. Unter den Teilnehmern, die von ihrer Verkleidung und der Feier zuhause bis Freitagmorgen 5 Uhr ein Bild schickten, wurde bereits am Freitagmorgen eine Eintrittskarte für den nächsten Maumerbüttenabend verlost, der hoffentlich 2022 stattfinden kann.Also aufpassen, mitmachen und verkleiden, der zweite Altweiberfasching naht in großen Schritten! Einen großen Vorteil hat dieser virtuelle Auftritt auch noch, man muss sich nicht darum kümmern, wie man nachts nach Hause kommt!