2. Böschemer Altweiberfasching mit virtuellem Umzug

Trotz Regen und Schneematsch alles in trockenen Tüchern

Der helle Wahnsinn und das bei dunkler Nacht! Erneut haben die Böschemer Maumer alle Freunde der heimischen Fosenocht dazu aufgerufen, an diesen tradionsschwangeren Abenden des Altweiberfaschings zuhause zu bleiben und es sich dort gemütlich zu machen.Damit es nicht langweilig werden sollte, kam wieder ein Aufruf zur Challenge zum 2. Böschemer Altweiberfasching: Zeigt euch als Clowns!

Ganz klassisch war das Motto des 2. Böschemer Altweiberfaschings: Clowns wurden gesucht.
Die mondäne Variante des Jokers erschien mit feuerrotem Lockenkopf in den sozialen Medien der Böschemer Maumer.

Bunte Kostüme und leuchtende Augen!

So einfach das Thema auch schien, die Reaktion der Fosenöchter war überwältigend, kreativ und wunderbar farbenprächtig. Einmal mehr hatten sich ganze Familien ins Kostüm geworfen und riefen ein fröhliches „Halex“ in die Kameras. Ja, der Altweiberfasching mutiert dieses Jahr zum Familienevent. Große und kleine Clowns mit strahlenden Augen lassen die Böschemer Fosenocht aufleben. Eine Familie spielte mit ihren Musikinstrumenten sogar zuhause das beliebte Fastnachtslied „Ritscheba, heute ist die Fastnacht da“ und stellte es das Video davon auf die Facebookseite des Bischofsheimer Fosenochtsvereins.

Familie in Kunterbunt! So schön lächeln nur die Clowns.

Das Thema „Clown“ war durchaus weit gefasst und reichte in seinen Facetten vom klassischen „Dummen August“ über den Pierrot bis zum Joker.

Ganz Corona konform hat sich mittlerweile auch die Mund-Nasen-Bedeckung durchgesetzt, die – nachdem sie zum Alltag gehören muss – auch bei den Kostümen in bemalter Form gerne Verwendung findet.

Christoph Finger musste nur einen Schritt vor seine Haustüre gehen, um zum Startpunkt der Nachtumzüge des Böschemer Altweiberfaschings zu kommen, er stand hier ganz alleine und fasste seine Eindrücke in Gedichtform.

„Känn Maumer weit und breit!“

Ein einziger Narr hatte sich dennoch an der Fastnachtsgasse eingefunden und beschwerte sich bitterlich, dass er alleine stehen musste. Es war Christoph Finger, der direkt hier wohnt und kaum einen Altweiberfasching ausfallen lässt. Er hat sich so seine Gedanken dazu gemacht und mitsamt dem Bild vor der Orthodoxen Kirche am Anfang der Fastnachtsgasse online gestellt:

Jetzt steh’ ich doo,
musst’ nur die Trappe noo.
Känn Maumer weit und breit,
die Welt is mit Corona zugeschneit.

Jetzt is scho verddl noch Oacht
und mir kömmt doo so enn Verdoacht:
Des is goar kenn Bedruuch,
es find bloß häuer net stoatt, en Maumerzuuch.

Bleit nur zu hoffe,
dass sich die Musikante dähemm zamroaffe
und uns äns über’s Internet spiele –
Zuhörer gäb’s do dinn nämlich viele!

Des Schönne is am Clown,
der kann goar net bedrüübt schaun.
Und vielleicht heißt’s nächstes Joahr um Oacht:
Die Böschemer hoan widder Fosenocht.

Halex!

Maske hin oder her, sie kann auf jeden Fall aufgehübscht werden, dann passt sie auch in die Rhöner Fastnacht!
Ein Pierrot lächelte ebenfalls in die Kamera beim virtuellen Altweiberfasching.
Prost! Ich bin auch dabei, sagte dieser Faschingsnarr!
Alles was gefällt passt zum Böschemer Altweiberfasching. Je bunter um so schöner!
Der Klassiker als Clown im karierten Anzug.
Familienpower in Regenbogenfarben, gegen deren Leuchtkraft nur die strahlenden Kinderaugen ankommen.